Wie man den Wettlauf zu den Honigtöpfen der Zukunft gewinnt? Durch Digitalisierung? Die ist nur Mittel zum Zweck! In Hochgeschwindigkeitszeiten ist die Fähigkeit zum steten Wandel das größte Plus. Hierfür braucht es neue organisationale Strukturen. Dazu bietet sich jetzt eine historische Chance.

Krisen machen Kurswechsel nötig und erzwingen Wandel. Krisen öffnen aber auch Türen, sie schaffen Durchbrüche und sorgen für Fortschritt. So wie der Katalysator in einem chemischen Versuchslabor setzen Krisen notwendige Prozesse in Gang oder beschleunigen diese. Sie forcieren Flexibilität und bringen Dynamik in vormals erstarrte Strukturen. Sie bieten historische Chancen für Transformation und Neuausrichtung.

Der Rückfall ins Gestern…


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Die Begriffe „Paid, Owned, Earned“, seinerzeit von Nokia eingeführt, stehen für Kommunikationskanäle, mit denen Anbieter ihre Zielgruppen erreichen können. Diese Reihenfolge zeigt eine vornehmlich selbstfokussierte und in der Realität schon längst nicht mehr haltbare Sicht. Heutzutage muss man sich mit EPOMS befassen.

Die Digitalisierung, das Internet und die Social-Media-Plattformen haben das Suchverhalten und die Kaufprozesse der Kunden weitaus drastischer verändert, als die Unternehmen das wahrhaben wollen. Alle Marktmacht hat heute der Käufer. Und die Kommunikationshoheit ist zu den Konsumenten gewandert. Sie sind in immer größeren virtuellen Netzwerken organisiert. …


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Vielen Unternehmen wird der Sprung in die Zukunft nicht gelingen, solange Konformismus bei ihnen vorherrschend ist. Vielmehr brauchen sie Menschen, die mit unbändiger Gestaltungslust, neugierigem Infragestellen und umtriebigen Ideen Konventionen durchbrechen und Trittsteine ins Neuland legen. Der Schnelltest unten zeigt, wie weit Sie in Sachen Nonkonformismus schon sind.

Vor Jahren machte der Psychologe Solomon Asch ein interessantes Experiment: Mehrere Gruppen mit je sieben Probanden sollten den längsten von drei dargebotenen Stäben benennen. Das war wirklich einfach: Der längste Stab war mit bloßem Auge deutlich zu erkennen.

Die Gruppe war allerdings manipuliert. Sechs der Teilnehmer in jeder Gruppe waren eingeweiht und…


Die Entwicklung von Unternehmen, Kundenverhalten und Technologien (Quelle: Anne M. Schüller)

Die Spielregeln der Wirtschaft werden nie mehr die alten sein. Nun zeigt sich, wer durchstartet und wer ins Trudeln gerät. Nur Anbieter, denen es gelingt, immer wieder Neues in den Markt zu bringen, werden in Zukunft mithalten können. Wer dabei auf die Initiativen interner Vorwärts-, Quer- und Weiterdenker setzt, legt Trittsteine in die kommende Zeit.

Überall auf der Welt definieren Visionäre gerade das Mögliche neu. Bahnbrechende Innovationen kommen am laufenden Band und wie aus dem Nichts. Mutige neue Anbieter mit frischen Ideen schieben sich immer weiter nach vorn. Sie erwirtschaften Megaumsätze mit Technologien, die es vor wenigen Jahren noch nicht…


Dringender als jemals zuvor brauchen die Unternehmen jetzt unkonventionelle Ideengeber mit innovativen Gedanken, Mut und Tatendrang. Würden sich die Unternehmen mehr für ihre internen Freigeister öffnen und eine konstruktive Querdenkerkultur etablieren, täten sie sich mit dem Sprung in die Zukunft unglaublich leicht.

Zukunft beginnt mit neuem Denken, dem dann Taten folgen. Wo dabei „quer“, also breit und unkonventionell gedacht und gemacht werden darf, tauchen schnell die tollsten Lösungen auf: frisch, frech, unverbraucht, adaptiv, experimentell. So können Unternehmen auch in unvorhersehbaren Zeiten gut überleben.

Oft sind Querdenker die ersten, die instinktiv merken, wenn in der Firma was aus dem Ruder läuft…


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Die Menschen ersaufen in einem Vielzuviel von Waren, Optionen, Informationen. So wird alles, was nicht wirklich, wirklich wichtig ist, gnadenlos ausgeblendet. Jenseits des Nötigen kommen Marken nur noch dann bis zum Konsumenten durch, wenn sie Hyperrelevanz für ihn haben.

Das Suchverhalten und die Entscheidungsprozesse der Kunden haben sich längst schon weitaus drastischer verändert, als die Unternehmen das wahrhaben wollen. Viele Anbieter kommen den sich zunehmend digitalisierenden, zu Netzwerkschwärmen verbundenen Konsumenten längst nicht mehr hinterher. Deren Gewohnheiten ändern sich laufend. Ihre Anspruchshaltung steigt ständig. Messlatte ist nicht länger der Wettbewerb, sondern branchenübergreifend der Beste seines Fachs.

Zudem sind die Kunden jederzeit…


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Die wesentliche Aufgabe aller Führungspersonen? Es ist die, ihr Unternehmen in die Zukunft zu leiten und dessen Fortbestand dort zu sichern. Was es dazu braucht? Transformationsinitiativen, Agilität und eine umfassende Digitalisierung sind elementar, um in der Post-Corona-Ökonomie zu überleben. Fünf Schritte dorthin zeigt dieser Beitrag.

Aufbruch und Transformation sind dringlicher als jemals zuvor. Permanente Vorläufigkeit ist das „New Normal“. Mit althergebrachten Managementtools kommt man deshalb nicht weit. Die waren für festen Grund und stabile Zeiten gebaut. In einer fluiden Umgebung geht man damit unter. …


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Gerade jetzt braucht es gute Idee, viele Ideen, schnelle und unkonventionelle Ideen, um die Lage zu meistern. Dabei ist die „Weisheit der Vielen“ sehr hilfreich. Dazu wird die kollektive Intelligenz der Mitarbeiter und Kunden ganz gezielt in Kreativ- und Entscheidungsprozesse integriert.

Das MIT Center for Collective Intelligence und viele andere Forschungseinrichtungen haben anhand von Untersuchungen immer wieder gezeigt: Zwar ist die Intelligenz einzelner Mitglieder einer Gruppe von Bedeutung, wenn es um Ergebnisse geht, die kollektive Intelligenz, auch „Weisheit der Vielen“ genannt, spielt jedoch eine noch viele größere Rolle. Wenn genügend kluge Köpfe zusammenkommen, lässt sich jedes Problem lösen. …


Schlechte Gewinne werden auf Kosten der Umwelt und des Gemeinwohls gemacht. Gute Gewinne hingegen, indem man den Menschen nützlich ist und zugleich auch die Umwelt schützt. Den Unternehmen, die das nicht bieten, werden bald drei Dinge ausgehen: die Innovationen, die Leistungsträger und die Einnahmenbringer.

„Wir müssen nicht mit moralisch und ethisch zurückgebliebenen, unflexiblen und unmenschlichen Organisationen leben. Wir können Organisationen aufbauen, die in ihrem Kern von edler Natur sind, die jeden schöpferischen Impuls wertschätzen, die sich schon verändern, bevor es notwendig wird, die das Herz berühren und die frei von jeglicher Bürokratie sind“, sagt der US-amerikanische Ökonom Gary Hamel, einer…


Unternehmen können deutliche finanzielle Vorteile erlangen, wenn sie sich mit den höheren Zielen und dem tieferen Sinn, also mit dem „Purpose“ ihrer Produkte, Services und Marken auseinandersetzen — und dies in einer Kernmaxime zum Ausdruck bringen.

Der Purpose ist der Daseinssinn, das Warum, Weshalb, Wofür und Wieso eines Unternehmens, seine Bestimmung, die Philosophie hinter dem Geschäftsmodell, der sinnstiftende Wesenskern, die Leitmaxime für alles Handeln. Er bestimmt dessen Identität und drückt aus, weshalb das Unternehmen existiert und was es in die Welt bringen will.

Diese Denke lässt sich auch auf das Produkt- und Markenmanagement übertragen. „Was ist der originäre Sinn und…

Anne Schüller

Anne M. Schüller ist Managementdenker, Top-Keynote-Speaker, mehrfach preisgekrönte Bestsellerautorin und Businesscoach. Ihr Top-Titel: Die Orbit-Organisation

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